Stromberg Staffel 3

Rückblende: Babs erzählt mir von einer TV-Serie namens “Stromberg”, eine deutsche Sitcom über den Abteilungsleiter in einer Versicherung namens “Capitol”. Bissiger Humor, genau mein Geschmack, hiess es in ihrer Werbung. Abends sah ich dann eine Folge mit ihr zusammen und in der gleichen Nacht hab ich dann alle weiteren Folgen auf prosieben.de gesehen.

Seitdem war ich angefixt und totaler Stromberg-Fan. Ende letzten Jahres hieß es dann: Staffel 3 kommt im ersten Quartal 2007! Natürlich hab ich mich gefreut wie ein Schneekönig und seit 4 Wochen heißt es nun wieder: Ring frei für die Strombose. Gerade habe ich die vierte Folge gesehen. Und ich bin durchweg enttäuscht von der dritten Staffel. Es gibt ein neues Element: Stromberg weiß jetzt, dass die Dokumentation die über ihn gedreht wird, ihn berühmt gemacht hat.

Früher war ich einer der wenigen der noch Mitleid mit Stromberg hatte… gut, er war ein Trottel, aber er hatte wenigstens gute Absichten. Er hat sich für seine Mitarbeiter eingesetzt, natürlich nicht immer ganz uneigennützig, aber er hat es versucht. Dass er es nur selten auch geschafft hat, stand auf einem anderen Blatt.

In Staffel 3 ist Stromberg ein Idiot. Er ist nicht mehr der Trottel der alles versucht und nix gebacken bekommt… er ist ein Arschloch erster Güte und durch das Bewusstsein sich alles erlauben zu können, mit einer dicken Portion Egomanie bereichert worden. Ein ähnliches Phänomen hat übrigens auch die zweite Staffel “Big Brother” in meinen Augen krepieren lassen. Oder die zweite Staffel “Bullyparade”. Eben jene konnten aber nichts dafür, dass sie jetzt das Bewusstsein besitzen “berühmt zu werden/sein”. Stromberg ist jedoch eine fiktive Gestalt, bei ihm konnte man es steuern. Und da ist, meiner Meinung nach, in die falsche Richtung gelenkt worden. Schade.

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