Archiv des MonatsJanuary, 2009

Die Welt ist ein Dorf…

Es passiert im Alltag immer wieder: die Welt ist ein Dorf. Als Teenager traf ich meinen Kieferorthopäden in Italien am See und wäre mein Gedächnis nicht so unglaublich schlecht, würden mir noch mehr Beispiele einfallen. Ein Blog ist etwas schönes, man hat die Möglichkeit Belanglosigkeiten mit der Welt zu teilen und es gibt trotzdem noch ein paar Leute die es lesen… ich liebe solche “Die Welt ist ein Dorf”-Momente, eben ist mir wieder einer passiert: Montag Abend, ich hock zuhause mit einer Flasche Cranberry-Limonade und schau mir einen Film an. Æon Flux soll es werden, doch nach der ersten Szene entscheide ich mich für einen anderen Film und starte Girlfight. Wie so oft, lande ich nach einem Film auf IMDB und Wikipedia und stelle dieses Mal fest, dass Girlfight das Erstlingswerk eine Regiseurin mit dem klangvollen Namen Karyn Kusama aus dem Jahr 2000 ist. Sie hat seitdem nur noch einen weiteren Film gemacht: Æon Flux.

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Personal Feeds

Ich bin ein Googleboy. Wenn ich meinen Browser öffne, strahlt mich iGoogle an: links eine Übersicht über meine Googlemails, darunter meine Googledocuments, in der Mitte meine neuesten Headlines von Googlereader und rechts meine aktuellen Termine aus Googlecalendar. Meine Internet-Kommunikation läuft über Google und Social Networks. Worüber sie jedoch nicht läuft ist E-Mail. Ich erhalte nur noch wenige E-Mails die von Menschen geschrieben wurden. Ein Teil meiner Mails sind Newsletter von Seiten, die keine Feeds zur Verfügung stellen und ich lese sie einmal, wenn überhaupt. Der Großteil meiner Mails sind jedoch Benachrichtigungen, dass es in irgend einer Seite irgendetwas Neues für mich zu lesen gibt: eine neue Nachricht bei new-in-town, ein neuer Beitrag bei Facebook, ein neuer Gästebucheintrag bei meinVZ oder ein neuer Forenbeitrag im Pickup-Forum.

Ganz ehrlich? Das ist ineffizient. E-Mails waren mal die elektronische Version des Briefes. Ein Brief ist klassischerweise ein Text, den ein Mensch geschrieben hat um einem anderen Menschen etwas mitzuteilen. Allein dadurch wird eine gute E-Mail zu etwas, das man aufheben möchte: entweder weil sie informativ ist oder aus emotionaler Verbundenheit. Meine Mails erfüllen diese Kriterien nur noch unzureichen. Bei einem Großteil lese ich den Titel und fühle mich dazu aufgefordert eine andere Seite zu besuchen… wieso muss ich mir dann die Arbeit machen, diese Mail zu löschen? Mitlerweile tue ich das nichtmal mehr; mein Googlemail-Archiv ist voll von Mails die keinen bleibenden Informationsgehalt für mich haben. Dabei gibt es doch eine Technologie die sich genau darauf spezialisiert hat kurzlebige Informationen übersichtlich an den Leser zu kommunizieren: Feeds! Leider werden sie bisher primär dazu eingesetzt Informationen zu kommunizieren die der Allgemeinheit zum Lesen freigegeben wurde, obwohl es auch anders geht.

Ich träume davon auf meinen beliebten Seiten in den Einstellungen einen Feedmanager zu finden, in dem ich einstellen kann, welche Benachrichtigungen ich in meinem persönlichen Feed lesen will, dazu eine URL mit einem Sicherheitsschlüssel, die ich in meinem Feedclient eingebe und ich bin immer up2date was es auf meinen Community-Seiten Neues für mich zu lesen gibt.

Ich träume weiter: mein Feedclient fasst mir diese Informationen live zusammen und ich sehe auf einen Blick, dass ich zwei neue Mails bei wkw und einen neuen Gästebucheintrag bei meinVZ habe. Nachdem ich wkw/meinVZ über meinen Feedclient aufgerufen habe, setzt es diese Zahlen zurück und wartet auf die nächsten RSS-Items. Ach, wäre das schön.

So, Entwickler von new-in-town, myspace, meinVZ, wkw, Facebook, hi5, youtube, phpBB und wie ihr alle heißen mögt, tut mir den Gefallen und implementiert das doch bitte schnell für mich, damit ich mich wieder darüber freuen kann, eine neue E-Mail erhalten zu haben; die ich auch aufheben möchte. Danke.

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